Gesunde Schule

Übersicht Gesunde Schule:

Unser Leitbild - Gedanken zur gesunden Schule
"Bewegte Schule" - Mehr Bewegung im Schulalltag
Umwelterziehung
Gesunde Schule als Thema des Sachunterrichts


Unser Leitbild - Gedanken zur gesunden Schule

Grundsätzliche Vereinbarungen zum Thema gesunde Schule:
 
Wir engagieren uns für ein gesundes Aufwachsen der uns anvertrauten
Kinder.

Konkretisierungen:

Gesundheit:
Bewegung:     
•    Wir fördern die Bewegungsfreude der Kinder
•    Wir ermöglichen vielseitige motorische Erfahrungen
•    Wir achten auf eine gute Balance von Anspannung, Bewegung und Entspannung (Bewegte Schule, Bewegungspausen, Pausenwagen, Sportfest, Schwimmunterricht, Klasse 2000)

Ernährung:    
•    Wir achten auf ein ausgewogenes, tägliches Ernährungsangebot
•    Wir erweitern das Wissen der Kinder um gesunde Ernährung
•    Wir fördern Genuss und Freude an einer gemeinschaftlichen Esskultur

Psychosoziale Gesundheit:    
•    Wir helfen den Kindern eigene Stärken und Schwächen zu erkennen
•    Wir unterstützen die Kinder mit ihren eigenen Gefühlen und den Gefühlen
       anderer achtsam umzugehen (Klassenrat, Klasse 2000, Faustlos)
•    Wir ermutigen die Kinder eigene Bedürfnisse einzuschätzen, zu artikulieren  und auf gesunde Weise zu befriedigen

Umwelt:     
•    Wir achten auf Müllvermeidung und trennen Müll
•    Wir vermitteln Wissen um ökologische Zusammenhänge und deren
       Auswirkungen auf unsere Gesundheit
•    Wir sensibilisieren für einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt (Klimaschutz macht Schule

Die Bodelschwinghschule als bewegte Schule und gesunde Schule

Der Bewegungsraum der Kinder ist heute mehr und mehr eingeschränkt. Gleichzeitig gewinnt bewegungsarme Freizeitgestaltung an Bedeutung.

Die Bodelschwinghschule versteht sich als bewegungsfreudige und gesunde Schule. Gesund­heitsförderung und Bewegungserziehung sind im Konzept der „Bewegten Schule“ ein Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung.

Kinder haben ein starkes Spiel- und Bewegungsbedürfnis. Sie erkunden und erschlie­ßen sich ihre Welt vorwiegend über Bewegung und mit allen Sinnen: sie wollen ihre Umwelt ertasten, fühlen, riechen, hören und begreifen. Somit erleichtert die bewe­gungsfreudige Schule den SchülerInnen ihren Schulalltag auf vielfältige Weise: Be­we­gung und Spiel begünstigen die Kontaktaufnahme und das Umgehen mit anderen Schülerinnen und Schülern und unterstützen somit soziales Ler­nen. Bewegung und Spiel sind vertraute Elemente des kindlichen Alltags, ihre Sicherung im Rahmen der Schule schafft Vertrautheit und Geborgenheit. Dies stellt somit eine wirksame Maß­nahme zur Förderung des Wohlbefindens und der persönlichen Sicherheit dar. Bewe­gung und Spiel schaffen Ausgleich und Entlastung nach Phasen angespannten Arbei­tens und Stillsitzens und tragen somit zu einer entspannten und anregenden Lernatmosphäre bei.

Die Erweiterung von Bewegungsmöglichkeiten für SchülerInnen der Grundschule be­einflusst nachweislich nicht nur die Lernmotivation und das Lernklima positiv, son­dern hat auch erheb­liche Bedeutung für die motorische, kognitive, emotionale und sozi­ale Entwicklung der Kinder. Die Bodelschwinghschule versteht daher Bewegung nicht nur als Gegenstand eines Faches (des Sportunterrichts). Sie ist vielmehr inte­graler Bestandteil des Lebens und Lernens in der Schule, d.h. auch des Unterrichts in den anderen Fächern und Lernbereichen sowie des gesamten Schul­lebens, vor allem auch der Ganztagsangebote.

Das Konzept sieht folgende Elemente vor:

- Rhythmisierung des Schulalltags

Erleben des Wechsels von Anspannung und Entspannung im Laufe des Schul­allta­ges/Förderung der Konzentrations- und Lern­fähigkeit durch Bewegungs- und Ent­span­nungspausen in allen Fächern und Unterrichts­stunden.

- Salutogenetische Gesundheitsförderung

Stärkung der Gesundmacherfaktoren durch Verbindung von Unterrichtsinhal­ten und Ge­sundheitsinformationen. Un­sere Schule ist da­her OPUS-Schule (Offenes Partizipations­netz und Schul­gesundheit), d.h. sie ist Mitglied im Netzwerk Bildung und Gesundheit des Landes Nordrhein–Westfalen, die sich in besonderer Weise der Gesundheits­förderung an der Schule verpflichtet fühlt. Zwar sind die Gesund­heitsförderung und –erziehung im Rah­men des gesetzlichen Erziehungsauftra­ges Verpflichtung einer jeden Schule des Lan­des, in der Einbindung in das OPUS-Netzwerk findet aber in dieser Hinsicht eine besonders in­tensive fachli­che Beratung zu den Themen Bewegungsförderung, Ernährung, Präven­ti­ons­maßnahmen, Unterrichtsgestaltung, Schulumfeldgestaltung und Schulpro­grammarbeit statt.

- Die bewegte Pause

Unser Pausenhof bietet den SchülerInnen vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Es stehen eine Kletterwand, eine Rutsche, verschiedene Klettergerüste, Hüpfspiele zur Verfügung. Um zusätzlich Spiel und Bewegung in der Pause zu initiieren haben wir einen Pausen­wa­gen bestückt. Die geplante Umgestaltung des Schulhofes wird si­cherlich noch einen weit größeren Beitrag hierzu leisten können.

-Bewegungserziehung im Sportunterricht

Kinder wollen laufen, springen, klettern, spielen und stets aufs Neue ihre Geschicklichkeit und Kräfte erproben. Der Sportunterricht knüpft an diesen ausgeprägten Bewegungsdrang und die Spielfreude an. Schwerpunkte des Sportunterrichts sind die Entwicklung des indi­viduellen Bewegungsvermögens und die das Miteinander-Spielen-Können. Dabei soll der Sport­unterricht allen Kindern Freude machen. Die Stun­dentafel umfasst für alle Jahrgänge je drei Wo­chenstunden Sport, die nach Möglichkeit gestreut über die Wo­chentage erteilt werden. In der Regel finden sie in der Turn­halle statt, aber auch der Schulhof oder ein nahegele­gener Spielplatz können einbezogen werden. Der zweite Jahr­gang besucht mit einer Doppelstunde pro Woche das Ostbad.

Darüber hinaus tragen die Angebote des offenen Ganztages wesentlich zur Berei­cherung des Bewegungsangebotes im Schulleben bei.

Jedes Jahr im Sommer findet im O8-Stadion das Sportfest statt.

Die Kinder der Jahrgänge 2-4 wählen zwischen den Bundesjungendspielen und einem alternati­ven Spaßparcours. Die Bundesjugendspiele umfassen die Disziplinen: 50m-Lauf, Weitsprung und Schlagballweitwurf. Alle Kinder bekommen eine Teilnehmer-, Sieger- oder Ehrenurkunde.

 

Umwelterziehung (Ökologische Orientierung)

Es ist uns ein wichtiges Anliegen umweltgerechtes Verhalten an unserer Schule zu thematisieren und auch einzuüben.

Mega- Umwelt- Check in Münster

Im Oktober 2003 startete die Bodelschwinghschule in einer großen Auftaktveranstaltung mit Vertragsunterzeichnung die Aktionen zum Mega- Umwelt-Check. Wir verpflichteten uns Müll zu vermeiden, anfallenden Müll bereits in den Klassen zu trennen, Energie und Wasser zu sparen.

Die jährliche Auswertung der Verbrauchsdaten geben uns wichtige Rückschlüsse.

Im Jahr 2004 erzielten wir durch die konsequente Umsetzung die höchsten Einsparerfolge im Bereich der Grundschulen der Stadt Münster.

Schulgarten- Ort der Umwelterziehung

Der Schulgarten hat in unserer gefährdeten Umwelt als Ort der Umwelterziehung besondere Bedeutung als Erfahrungs- und Erlebnisraum mit individuellen Zugangsmöglichkeiten. Ökologisches Problembewusstsein und Erkennen von Zusammenhängen werden durch die praktische Arbeit im Schulgarten grundlegend gefördert. Umweltfreundliche, naturgemäße Pflege des Gartens, die Auswahl standortgerechter Pflanzen, das Angebot von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen, ökologische Ordnungen- dies alles sind Bereiche, an denen Kinder und Lehrer/ innen gemeinsam die Vernetzung der Lebewesen untereinander erfahren.

Ökologische Kleinexperimente sind in diesem Zusammenhang besonders sinnvoll. Die Erkenntnis, dass jedes einzelne Lebewesen in die Natur eingebunden ist, wird so den Kindern zunehmend bewusster und hilft ihnen, die Konsequenzen menschlicher Eingriffe in die Natur zu erahnen und vielleicht auch eigene Verhaltensweisen in Frage zu stellen.

„Unser Schulgarten gestaltet als Erfahrungs- und Lebensraum in der offenen Ganztagsgrundschule“ ist auch das Thema des Netzwerkes, in dem wir seit diesem Schuljahr mitarbeiten. Ziel ist eine verbesserte Integration der Schulgartenarbeit in Unterricht und Ganztag.

Dieses Schulnetzwerk ist Teil der landesweiten Kampagne „Agenda 21 in der Schule“. Das Landesinstitut für Schule und die NUA unterstützt uns in unserem Entwicklungsprozess zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, bei der ökologische, ökonomische, soziale und globale Aspekte vernetzt werden.

 

Gesunde Schule als Thema des Sachunterrichtes
(in Anlehnung an unser Projekt Klasse 2000)


Wir leben gesund (Klasse ½)

• Sinnesorgane
o untersuchen und beschreiben die Bedeutung der eigenen Sinne in Alltagssituationen
o ermitteln und beschreiben Leistungen und Aufgaben einzelner Sinnesorgane

• Gesunde Ernährung (z. B. Schulfrühstück, Obst und Gemüse)
o vergleichen und untersuchen Materialien und deren Eigenschaften (z. B. gesund, ungesund) und beschreiben Ähnlichkeiten und Unterschiede
o erkunden und beschreiben unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten und deren Folgen

• Zahnpflege
o lernen ihren Körper kennen und bezeichnen ihre Körperteile
o erkunden und beschreiben unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten und deren Folgen

Körper und Gesundheit (Klasse ¾)
o beteiligen sich an der Planung und Organisation gemeinsamer Vorhaben
o recherchieren mit/in Medien (z. B. Internet, Bibliothek) und nutzen die Informationen für eine Präsentation

• Körperaufbau
o erklären Bau und Grundfunktionen des menschlichen Körpers (z. B. Blutkreislauf Atmung, Verdauung)

• gesunde Lebensführung
o erklären Grundsätze der Körperpflege, der gesunden Ernährung und der gesunden Lebensführung [haben eine achtsame und wertschätzende Haltung sich selbst und anderen gegenüber inkl. positiver Einstellung zum eigenen Körper]
o formulieren Regeln und Tipps für eine gesunde Lebensführung (z. B. Ernährung, Körperpflege, Erste Hilfe)

Back to top