Über die Kulturstrolche der Bodelschwinghschule

Seit April 2006 nimmt die Bodelschwinghschule mit drei anderen Schulen am Projekt „Kulturstrolche“ teil, ein Pilotprojekt, dass die Stadt Münster ins Leben gerufen hat.
Die Idee des Kulturstrolcheprojektes ist: Jedes Kind soll in seiner Grundschulzeit mit allen beteiligten städtischen Kultureinrichtungen in Kontakt treten.
Im Klassenverband besuchen die Kinder pro Halbjahr ein- bis zwei Mal kulturelle Einrichtungen der Stadt und lernen dort tätige Menschen und die jeweilige Kulturform kennen.

Zu den Kultureinrichtungen der Stadt gehören: Die Städtischen Bühnen mit Theater und Orchester, der Geschichtsort Villa ten Hompel, das Kulturamt, das Begegnungszentrum Meerwiese, die Städtische Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst, das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Stadtmuseum Münster mitsamt dem Zwinger, der Bürgerfunk der Volkshochschule und die Westfälische Schule für Musik.
Für uns an der Bodelschwinghschule ist der Umgang mit Kultur sehr wichtig, weil Kultur den gesamten Menschen bildet. Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem kulturellem (Vor-)Wissen, werden Möglichkeiten geboten, vielfältige kulturelle Erscheinungen zu entdecken und ganz unmittelbar zu erleben. Sie dürfen nämlich dort herumstrolchen, wo andere nicht hinkommen.: z.B. in Kriminalakten des Stadtarchivs stöbern, Bürgerfunk-sendungen produzieren und sich im Theaterfundus umschauen.

Ein Mädchen von der Schule hat sich folgendermaßen in diesem Projekt definiert:
„Ein Kulturstrolch zu sein ist schön. Wenn man Kulturstrolch ist, lernt man etwas von der Welt. Es macht Spaß, verschiedene Dinge zu erkunden und man muss hartnäckig sein, wenn man etwas wissen will.“

Link: http://www.muenster.de/stadt/kulturstrolche/

Kultur für kleine Strolche - Auftaktveranstaltung für fünf Grundschulen am 24. September 2009
Volles Haus im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen. Es wimmelte nur so von Grundschulkindern, die sich seit gestern ganz offiziell Kulturstrolche nennen dürfen. Zum Auftakt der neuen Projektrunde gab es gleich Begeisterung pur für einen musikalischen Auszug des Märchens „Peter und der Wolf“. Das Sinfonieorchester unter Leitung des Generalmusikdirektors Fabrizio Ventura zauberte eine fantastische Atmosphäre, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen ließ. Da saßen sogar einige der neuen Kulturstrolche hinter dem Orchester, um die Streicher nachzuahmen oder wie Ventura zu dirigieren.

Dann waren die 300 Sangesstimmen der Kinder gefragt, als der Generalmusikdirektor mit ihnen die „Kulturstrolche-Hymne“ sang, die da lautet: „Kultur kann man erforschen, ob draußen oder drinnen. Kultur ist ein Musikkonzert mit ganz gemischten Stimmen.“

„Mit vier Grundschulen haben wir das Projekt 2006 begonnen und ich freue mich, dass es in diesem Schuljahr sogar mit zwölf Klassen weitergeht und alle neun städtischen Kultureinrichtungen wieder dabei sind - vom Museum bis zur Musikschule“, sagte Dr. Andrea Hanke, Beigeordnete für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport. Sie wünschte den Kindern viel Spaß auf dem Weg, große Kulturfans zu werden.

In launiger Manier moderierte Katharina Grosse vom Amt für Schule und Weiterbildung die Auftaktveranstaltung, bei der Amtsleiter Klaus Ehling auf der Bühne die Kooperationsverträge zum Projekt an die Lehrerinnen und Lehrer aushändigte. „Von hier oben sieht man, wie viele Kinder hier sind“, freute er sich über die Kulturstrolche, die zu solchen ganz offiziell durch die Übergabe der Sammelpässe gemacht wurden. Die Verträge sind einzuhalten, pro Halbjahr ist eine Kulturveranstaltung zu besuchen - macht für die Grundschulzeit unterm Strich ein Pflichtprogramm von sechs Veranstaltungen. Die neuen Kulturstrolche lernen in folgenden Grundschulen: Mauritz, Eichendorff, Bodelschwingh, Nikolai und Annette-von-Droste-Hülshoff.

Nach dem gelungenen Auftakt gab es im Foyer des Großen Hauses ein schönes Theater, was den Generalintendaten Wolfgang Quetes erfreute. 300 Kinder stürzten sich auf leckere Kulturstrolche-Brötchen und eine Apfelschorle.

Das Projekt - für das Aud Riegel vom Schulamt die zündende Idee hatte - scheint sich zu einem Hit zu entwickeln. Denn nach Auskunft von Klaus Ehling gingen viele Reaktionen zum Kulturstrolche-Projekt aus anderen Städten ein - und 21 hätten das Konzept übernommen.

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